Buch der Woche: Airmen of Chernobyl

40 Jahre nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl: Die kaum bekannten Rettungsmaßnahmen der Luftwaffe

Unzählige Bücher, Dokumentationen und Filme haben die verheerende Reaktorkatastrophe und ihre Folgen untersucht. Doch trotz der Fülle an Publikationen wurde einem entscheidenden Aspekt bisher kaum Beachtung geschenkt: dem Beitrag der sowjetischen Luftfahrt zu den Rettungsmaßnahmen.

Im Schatten der „Liquidatoren“, welche die radioaktiven Trümmer manuell beseitigten, riskierten Tausende Piloten – insbesondere Hubschrauberbesatzungen – ihr Leben, indem sie wiederholt Einsätze in die tödliche Wolke über dem Reaktorblock 4 flogen. Ihre Arbeit war unerlässlich, um den radioaktiven Niederschlag einzudämmen, Personal und Ausrüstung zu transportieren und die Strahlung unter Bedingungen zu überwachen, für die kein Flugzeug jemals ausgelegt war. Das Buch stellt den Aufstieg der Atomkraft in der Sowjetunion, die Ereignisse vom April 1986 und die dringenden Bemühungen zur Eindämmung der Folgen der Katastrophe dar. Es beleuchtet außerdem die Entwicklung der sowjetischen Hubschrauberfliegerei, das nukleare Klima des Kalten Krieges und die langfristigen Auswirkungen des Unfalls – Auswirkungen, die bis heute spürbar sind.

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Airmen of Chernobyl